Etwas in uns kennt die Richtung – manchmal braucht es nur Raum, um sich zu entfalten
Wie ich arbeite
Zu Beginn geht es darum, Ihr Anliegen zu verstehen. Dabei ist Raum für das, was Sie im Moment beschäftigt. Ergänzend zum Gespräch beziehe ich das unmittelbare Erleben mit ein. Neben Gedanken und Gefühlen können dabei auch Körperempfindungen, innere Bilder, Bewegungen oder kleine Gesten eine wichtige Rolle spielen. Im Verlauf der gemeinsamen Arbeit kann das eigene Erleben klarer und bewusster werden.
Die folgenden Ansätze fließen in meine Einzelarbeit ein und vertiefen den therapeutischen Prozess:
Focusing
Focusing wurde in den 1960er Jahren von Eugene Gendlin, einem Philosophen und Psychologen, entwickelt. Es ist ein körperorientierter Ansatz, bei dem die Aufmerksamkeit auf das innere Erleben gelenkt wird. Durch bewusstes Innehalten und Nachspüren kann deutlicher werden, was belastet, bewegt oder Unterstützung braucht. So können neue Einsichten, Klarheit und stimmige nächste Schritte entstehen.
Weiterführende Informationen zu Focusing finden Sie beim Deutschen Focusing Institut: https://www.deutsches-focusing-institut.de/
MSC – achtsames Selbstmitgefühl
MSC (Mindful Self-Compassion) ist ein achtsamkeitsbasierter Ansatz zur Entwicklung von Selbstmitgefühl. Er wurde von Kristin Neff und Christopher Germer entwickelt. Selbstmitgefühl beschreibt eine innere Haltung von Freundlichkeit, Verständnis und Fürsorge sich selbst gegenüber – besonders in schwierigen oder belastenden Momenten. MSC unterstützt dabei, selbstkritische und perfektionistische Muster bewusster wahrzunehmen und einen freundlicheren Umgang mit sich selbst zu entwickeln.
MSC-Kurse biete ich in unregelmäßigen Abständen an. Aktuell finden keine Kurse statt. Bei Interesse können Sie mich gerne anschreiben.
MBSR – Stressbewältigung durch die Praxis der Achtsamkeit
MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) wurde 1979 von Jon Kabat-Zinn an der University of Massachusetts Medical School entwickelt. Es ist ein achtsamkeitsbasiertes Trainingsprogramm, bei dem das regelmäßige Üben von Achtsamkeit im Vordergrund steht. MBSR wird zur Prävention und Linderung stressbedingter Erkrankungen in Kliniken und Gesundheitszentren eingesetzt. Im Zentrum steht die Entwicklung eines bewussteren Umgangs mit Stress. Dies kann insbesondere hilfreich sein bei anhaltendem Stresserleben, körperlichen Stresssymptomen oder dem Wunsch nach mehr innerer Ruhe und Gelassenheit.
MBSR im Einzeltraining
Ich biete MBSR als individuelles Einzeltraining an. Die Inhalte werden an Ihre persönliche Situation und Ihre Anliegen angepasst und Schritt für Schritt in den Alltag integriert.
MBCT – achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie
MBCT (Mindfulness-Based Cognitive Therapy) verbindet Achtsamkeit mit Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie. Es wurde von Zindel Segal, Mark Williams und John Teasdale entwickelt und ist ein anerkanntes therapeutisches Programm, das insbesondere bei Depressionen und Ängsten eingesetzt wird. MBCT verbessert die Selbstwahrnehmung und unterstützt dabei, Grübelprozesse und belastende Gedankenmuster besser zu erkennen und einen bewussteren Umgang mit ihnen zu entwickeln. Es dient insbesondere der Rückfallprophylaxe bei depressiven Episoden.
Was sich im Verlauf der gemeinsamen Arbeit entwickeln kann
Im Zusammenhang mit Stress, Überforderung oder Erschöpfung erleben viele Menschen, dass der Kontakt zu sich selbst und zum eigenen Körper weniger spürbar wird. In der Therapie kann sich dieses Erleben nach und nach wieder vertiefen. Gedanken- und Verhaltensmuster, die zu Belastungen beitragen, werden im Verlauf oft deutlicher. Dadurch entsteht ein tieferes Verständnis für die eigene Situation und dafür, wie Belastungen entstehen oder aufrechterhalten werden. Auch Stressreaktionen können dadurch verständlicher werden. Wenn wir erkennen, warum wir in bestimmten Situationen so reagieren, wie wir reagieren, entsteht mehr Handlungsspielraum im Umgang mit Belastungen. Im Verlauf der Therapie verändert sich häufig der Selbstbezug: Gefühle, Grenzen und Bedürfnisse werden wieder spürbarer, und der Umgang mit sich selbst wird freundlicher. Oft wird dadurch deutlicher, was Ihnen guttut. Das kann dabei unterstützen, das eigene Leben mehr an den eigenen Bedürfnissen auszurichten und stimmigere Entscheidungen zu treffen.
